Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Verläuft eine Sucht bei Frauen und Männern unterschiedlich?

Ja, bei Frauen schreitet die Abhängigkeit oft schneller voran (sogenannter Teleskop-Effekt) und ist häufig versteckter. Frauen sind stärker von sozialen Stigmatisierungen betroffen, besonders wenn sie Mütter sind - ein weiterer Grund für eher versteckte Konsumformen. Zudem leiden sie häufiger unter körperlichen und psychischen Folgeschäden sowie unter komorbiden Störungen wie Depressionen und Angsterkrankungen. Sie sind gefährdet, im Rahmen von Suchtmittelkonsum sexuellen Übergriffen ausgesetzt zu sein, was weitere psychische Folgen verursacht.

Der Konsum von Suchtmitteln, insbesondere von Alkohol, passt zum gesellschaftlichen Bild vom „Mann sein“ und wird zunächst gesellschaftlich positiv bewertet. Das führt dazu, dass Männer oft erst später, wenn die körperlichen und sozialen Folgen nicht mehr zu übersehen sind, ein Problembewusstsein für ihren Konsum entwickeln. Zudem zeigen Männer häufiges riskantes Verhalten im Zusammenhang mit Suchtmitteln und haben ein höheres Unfallrisiko unter dem Einfluss von Suchtmitteln

Zuletzt aktualisiert am 9. September 2026 von Gunhild Ahmann.

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