Fragen und Antworten
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist es auch für Angehörige hilfreich, eine Selbsthilfegruppe zu besuchen?
Eine Suchterkrankung belastet nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr unmittelbares Umfeld: Familie und Freundschaften. Zum einen ist da die Sorge um einen geliebten Menschen, zum anderen ist das Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen oft geprägt durch extreme Stimmungsschwankungen, Unzuverlässigkeit, liebloses oder gar aggressives Verhalten. Auch Geldsorgen, fehlendes Interesse an der Familie und andere Probleme können das Leben der Angehörigen beeinträchtigen.
Sucht-Selbsthilfegruppen kümmern sich auch um Angehörige. Als Angehörige*r kannst du dich an eine Gruppe wenden, in die suchtkranke Menschen und Angehörige gemeinsam gehen. Du kannst aber auch Gruppen nur für Angehörige oder nur für Frauen besuchen. Hier findest du z.B.:
- Entlastung: Du kannst Sorgen, Ängste und andere Gefühle teilen, über Herausforderungen sprechen und Kraft finden.
- Verständnis: Du fühlst dich weniger allein.
- neue Perspektiven: Du lernst deine eigenen Bedürfnisse wieder wichtig zu nehmen, auf dich zu achten und gut für dich zu sorgen.
- Wissen über die Suchterkrankung: Du verstehst dann z.B., dass Angehörige nicht verantwortlich für die Sucht des Betroffenen sind und vieles mehr.
- Mut und Unterstützung, um neues Verhalten auszuprobieren, z.B.
- um zu helfen oder sich vom suchtkranken Menschen abzugrenzen, wo es sinnvoll ist,
- um die Beziehung zu entlasten und besser im Gespräch zu sein,
- um verantwortungsvolle und schöne Wege mit dem betroffenen Familienmitglied nach Bewältigung der Suchterkrankung zu gehen.
Zuletzt aktualisiert am 9. September 2026 von Gunhild Ahmann.