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Aktion während der Corona-Pandemie

Telefon-Hotline für HIlfesuchende

Wegen des Ausfalls der Gruppenstunden in der Corona-Krise hat der Kreuzbund Bingen nach Möglichkeiten gesucht, wie uns suchtbetroffene Menschen besser erreichen können. Wir haben uns zur Einrichtung einer Telefon-Hotline entschlossen. Das Projekt wird von der IKK Südwest finanziell gefördert, z.B. beim Kauf eines Handys und beim Druck von Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die Hotline ist seit dem 12. April 2021 täglich von 18 bis 20 Uhr für Rat- und Hilfesuchende geschaltet unter der Nummer 0179/5027835. Acht Mitglieder des Stadtverbandes sind aktuell am Telefondienst beteiligt. Das Projekt ist langfristig angelegt und soll auch nach dem Ende der Pandemie bestehen bleiben. Wünschenswert ist, dass viele neue Gruppenmitglieder gewonnen werden.

Das Handy wird im wöchentlichen Wechsel von erfahrenen Kreuzbund-Mitgliedern übernommen. Der Einsatzplan der Helfer*innen berücksichtigt ihre Wohnorte, damit die Weitergabe des Handys mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist. Zusammen mit dem Handy wird auch ein Ordner mit wichtigen Unterlagen (u.a. Notfallnummern, andere Institutionen etc.) übergeben. Über eingehende Anrufe wird ein Nachweis geführt. Festgehalten werden sollten Tag, Uhrzeit, Dauer, m/w, Betroffener/Angehöriger, Erreichbarkeit, Inhalt des Gesprächs und ggfs. eingeleitete Maßnahmen. Eine Schulung der Telefon-Helfer*innen ist geplant.

Das Projekt startete mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsaktion in den Binger Zeitungen und Mitteilungsblättern der umliegenden Verbandsgemeinden. Dabei machten wir darauf aufmerksam, dass sich Anrufer*innen im vertraulichen und anonymen Gespräch mit Menschen austauschen können, die das Gleiche durchgemacht haben, und so viel Wissenswertes über die Suchterkrankung und Behandlungsmöglichkeiten erfahren. Auch können sich Angehörige über einen angemessenen Umgang mit dem Suchtproblem eines Nahestehenden informieren und wie sie dabei für sich selbst sorgen können.

Darüber hinaus machten wir mit Plakaten und Visitenkarten u.a. in Arztpraxen, Apotheken, Gemeindeverwaltungen, Kirchengemeinden und Lebensmittelmärkten auf die Hotline aufmerksam. Mit dieser Aktion wird der Kreuzbund so intensiv wie noch nie zuvor der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hartmut Zielke

 

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