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Angehörige von Suchtkranken stärken

Bundeskonferenz beschließt Rahmenkonzept

Die Bundeskonferenz hat am 20. November 2021 in Mülheim einstimmig einen Antrag des Arbeitsbereichs „Familie als System“ angenommen. Das Rahmenkonzept „Angehörige von Suchtkranken stärken“ ist eine Initiative der Multiplikatoren des Arbeitsbereichs.

Ziel ist es, Angehörige von akut Suchtkranken im Rahmen von fünf Tagesseminaren zu motivieren, sich aktiv mit ihrer Situation auseinanderzusetzen und sich der Sucht-Selbsthilfe anzuschließen, erklärt Marianne Holthaus, zuständige Referentin des Kreuzbund-Bundesverbandes. Damit wird eine Lücke gefüllt: In den Suchtberatungsstellen hat es in Corona-Zeiten mehr Anfragen von Angehörigen gegeben, gleichzeitig fehlen aber strukturierte Angebote für diese Zielgruppe. Auch im Kreuzbund ist der Anteil der Angehörigen in den vergangenen Jahren gesunken und liegt inzwischen bei ca. 20 Prozent.

Die Umsetzung des Rahmenkonzepts geschieht auf der Ebene der Diözesanverbände. Benachbarte DV sollten sich dafür zusammenschließen und professionelle Referenten aus der beruflichen Sucht- oder Familienhilfe dafür gewinnen.

Die Bundesvorsitzende Andrea Stollfuß und Elisabeth Keller, Leiterin des Arbeitsbereichs, kündigten an, dass ihre Diözesanverbände Köln und Paderborn bereits im kommenden Jahr mit der Umsetzung beginnen.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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