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Auch digital dazugehören

Alle Kommunikationskanäle nutzen

„Gemeinsam Sucht überwinden – auch digital dazugehören“  - so lautete die Überschrift der diesjährigen Herbst-Arbeitstagung, die am Samstag, 25. September 2021 digital stattfand. Rund 60 Teilnehmende hatten sich per Videokonferenz zugeschaltet.

Nach der Begrüßung durch die Bundesvorsitzende Andrea Stollfuß und den geistlichen Impuls von Thorsten Weßling folgte ein Impulsvortrag von Rüdiger Dreier von der Stabsstelle Digitalisierung beim Caritasverband Münster. (Seine Präsentation finden Sie im Download-Bereich unter "Informationen für Gruppen und MItglieder".) Er stellte die Ausgangsfrage: Wie können wir digitale Kanäle nutzen, um Menschen für das Thema „Sucht“ zu sensibilisieren und über die Sucht-Selbsthilfe des Kreuzbundes zu informieren? Viele Menschen nutzen die klassischen Kommunikationsinstrumente nicht mehr, deswegen brauchen wir zusätzliche digitale Kommunikationszugänge. Hier kommen laut Dreier vor allem Facebook und Instagram in Frage. Social Media dienen vor allem dazu, Besucher*innen auf unsere Internetseite zu holen, sie ist das Herz der Information. Wichtig sind Verlinkungen dorthin und Bewegung auf der Seite, z.B. durch Video- und Audiobeiträge.

Hier ist der Arbeitsbereich „Öffentlichkeitsarbeit“ bereits aktiv und hat bisher rund 20 kurze Videospots produziert. Unter dem Titel „Stimmen aus dem Kreuzbund“ erzählen Gruppenmitglieder und Funktionstragende von ihrer Suchtgeschichte, ihrer Gruppe und informieren über Aspekte der Suchterkrankung. Die Reihe wird in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt. Außerdem sind in Kürze auch Podcasts geplant. Auch der neue Selbsthilfe-Film, der sich wegen der Corona-Pandemie leider verzögert hat, wird im November „uraufgeführt“.

Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen berichtete den Teilnehmenden, dass als erstes Projekt die Erneuerung der Internetseite ansteht. Die DAK stellt dafür in 2022 eine Projektförderung in Höhe von 12.000 € in Aussicht. Die Grundstrukturen der Seite sollen möglichst von den Diözesanverbänden übernommen werden. Um das zu erleichtern, werden die ehrenamtlichen Administratoren auf DV-Ebene im Rahmen einer Schulung für das Content Management System CONTAO fitgemacht.

In einem weiteren Schritt geht es um die Anbindung der Gruppenseiten. Andrea Stollfuß schlug vor, dass die Kreuzbund-Gruppen eine Unterseite beim Diözesanverband erhalten, sozusagen einen „Steckbrief“. Dort sind neben den Basisinformationen über Ansprechpersonen, Ort und Zeit der Gruppentreffen auch weiterführende Infos über Besonderheiten der Gruppe möglich. Diese Themen werden im November auf der Bundeskonferenz mit den DV-Vorsitzenden besprochen.

Alle Teilnehmenden der Herbst-Arbeitstagung waren sich einig, dass der Kreuzbund digitale Kommunikationskanäle nutzen sollte, um suchtbetroffene Menschen an die Gruppen und den Verband heranzuführen. Wie genau das geschehen soll, wird sich im Laufe des kommenden Jahres zeigen. Die Initiative liegt vor allem beim Bundesverband, hier sollten alle Fäden zusammenlaufen und die Kräfte gebündelt werden.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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