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Multiplikatoren tagen kurz vor der Corona-Krise

Bestätigung für die gute Gruppenarbeit

Verbot der Alkoholwerbung, Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen oder 0,0 Promille im Straßenverkehr – das sind nur einige Themen, die sich die Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit als Gegenstand ihrer kurzen Überzeugungsreden ausgesucht haben. Denn sie haben sich auf ihrer Arbeitstagung vom 13. bis 15. März 2020 in München auch mit „Kommunikation und Rhetorik“ beschäftigt. Die Teilnehmenden möchten das Thema beim nächsten Mal weiter vertiefen, gehört es doch sozusagen zu den grundlegenden Fähigkeiten eines Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit.

Die Multiplikatoren-Arbeitstagung im Salesianum in München konnte übrigens gerade noch stattfinden, bevor wegen der Corona-Krise zunächst die Schulen und Kitas und später auch Geschäfte und Gaststätten, Sportstudios usw. geschlossen wurden.

Das war auch gut, denn die 18 Teilnehmenden hatten eine volle Tagesordnung. Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, stellte zunächst die Ergebnisse der Online-Umfrage des Bundesverbandes vor. Ziel der Umfrage war es herauszufinden, wie die Menschen zum Kreuzbund gekommen sind und was sie an ihrer Gruppe schätzen. Wir möchten an dieser Stelle nicht die genauen Ergebnisse wiedergeben (es gingen 700 Antworten ein), sondern uns auf die Schlussfolgerungen beschränken:

  • Der Kreuzbund erreicht nach wie vor nur wenige junge Suchtkranke.
  • Der wichtigste Netzwerkpartner für uns ist und bleibt das Suchthilfe-System.
  • Das persönliche Gespräch ist und bleibt die einfachste Form der Öffentlichkeitsarbeit: Ca. 18 bis 22 Prozent der Umfrage-Teilnehmenden nennen Freunde, Bekannte und Verwandte auf die Frage, wie sie zum Kreuzbund gestoßen sind. Dieses Ergebnis bestätigt die Bemühungen des Arbeitsbereichs, unter der Überschrift „Jeder macht Öffentlichkeitsarbeit“ möglichst alle Gruppenbesucher/-innen zu Gesprächen über die Sucht-Selbsthilfe und den Kreuzbund in ihrem persönlichen Umfeld zu ermuntern.
  • Die Rolle der Haus- und Fachärzte und Gesundheitsbehörden hat offenbar abgenommen: Von den langjährigen älteren Gruppenmitgliedern nannten neun Prozent sie als Vermittler, bei den unter 50-Jährigen sind es nur noch vier Prozent.
  • Die Rolle der eigenen Veröffentlichungen und der Medien als Vermittler hat dagegen zugenommen: Von den älteren Umfrage-Teilnehmenden haben 14 bis 15 Prozent sie genannt, von denjenigen, die die Gruppe erst ein Jahr besuchen, sind es über 31 Prozent, also mehr als doppelt so viel.
  • In allen Altersgruppen und unabhängig von der Dauer der Gruppenzugehörigkeit wird die Arbeit in den Gruppen gelobt. Die Gruppenmitglieder fühlen sich verstanden und angenommen, schätzen den Erfahrungsaustausch und die Gemeinschaft in der Gruppe. Das ist neben den statistischen Zahlen eine klare Bestätigung für die erfolgreiche Gruppenarbeit des Kreuzbundes.
  • Nur acht Prozent sagen, es gab vor Ort keine anderen Selbsthilfe-Angebote. Die Kreuzbund-Gruppe ist also keine „Notlösung“.
  • Die Beteiligung an Freizeitaktivitäten, Seminaren und sonstigen Verbandsveranstaltungen nimmt mit der Dauer der Gruppenzugehörigkeit und dem Alter zu.

Ein weiteres Thema der Tagung war der neue Imagefilm des Kreuzbundes. Er soll auf dem Kongress im Juni 2021 "uraufgeführt" werden. Die Machart des Films wird ähnlich sein wie beim ersten Film, die Umsetzung etwas moderner werden. Um die Vielfalt der Selbsthilfe abzubilden, sind Einzel-Szenen mit unterschiedlichen Längen eingeplant, z.B. von der Gruppenarbeit, von der Bundesdelegiertenversammlung, von einem Seminar und den Wanderexerzitien. Kameraführung und Schnitt übernimmt Peter Kirianczyk, freier Videojournalist aus Haltern am See, die Redaktion liegt bei Gunhild Ahmann.

Darüber hinaus sammelten die Multiplikatoren Ideen für den Kreuzbund-Kongress am 12./13. Juni 2021. Geplant ist eine Kunst-Ausstellung im Eingangsbereich: Vom 9. bis 11. April 2021 findet in Aachen ein Fotoseminar mit Frank Hübner statt. Die Fotos vom Gründungsort des Kreuzbundes werden dann auf dem Kongress präsentiert.

Außerdem ist eine Fahrrad-Sternfahrt zum Kongress vorgesehen, und zwar von Süden (Köln oder Düsseldorf), Norden (Osnabrück) und Osten (evtl. Detmold). Die Teilnehmenden der Sternfahrt treffen sich am Donnerstagmorgen und kommen nach zwei Etappen am Freitagabend in Hamm an. Übernachtet wird in möglichst günstigen Hotels. Am Kongress können die Radler kostenlos teilnehmen. Unterwegs können sich weitere Interessierte tageweise anschließen. Falls zeitlich möglich sollen auf der Strecke themenbezogene Einrichtungen besucht werden. Die Teilnehmenden sollten einheitliche T-Shirts oder Regencapes tragen. Zurzeit haben wir noch keinen Überblick, wie diese Idee ankommt. Deswegen bitten wir alle Interessenten, sich unverbindlich bei Gunhild Ahmann zu melden unter ahmann@kreuzbund.de .

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes

 

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