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Das 1 x 1 der Öffentlichkeitsarbeit

Botschaft, Zielgruppe und Instrumente

Wie die Gruppen vor Ort den Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe für die Öffentlichkeit und die Medien interessant machen können, haben die 13 Teilnehmenden des Bundesseminars „Das 1 x 1 der Öffentlichkeitarbeit“ vom 18. bis 20. März 2022 im Burkardushaus in Würzburg diskutiert. Das Seminar wurde geleitet von Detlev Vietz, Leiter des Arbeitsbereichs „Öffentlichkeitsarbeit“, und Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit.

Am Freitagabend ging es nach der Vorstellungsrunde zunächst um eine Bestandsaufnahme, nämlich die Frage, was gut bzw. nicht gut läuft in der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Dabei fiel auf, dass sich fast alle Teilnehmenden bereits in irgendeiner Form in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren, viele von ihnen in der Klinikarbeit.

Wie umfassend Öffentlichkeitsarbeit ist, zeigte die anschließende Aufzählung der unterschiedlichen Bereiche – von klassischer Medien- und Pressearbeit über Veranstaltungen bis hin zu interner Kommunikation (Verbands- und Mitgliederzeitschriften) und Internet bzw. Social Media. Hier machte die Seminarleitung deutlich, dass die Gruppenleitungen und ehrenamtlichen Funktionsträger*innen nicht alles selbst abdecken können, sondern sich Mitstreiter*innen für die verschiedenen Aufgaben suchen sollten.

Anschließend ging es um unsere Botschaft, die mit unserem Slogan „Gemeinsam Sucht überwinden“ sehr treffend auf den Punkt gebracht wird. Unsere Zielgruppe besteht nicht nur aus suchtkranken Menschen, ihren Angehörigen und ihrem Umfeld, sondern auch aus möglichen Kooperations- bzw. Netzwerkpartnern, Förderern und den eigenen Gruppenmitgliedern.

Dann gab es vier verschiedene Aufgaben für die Gruppenarbeit: Eine Kleingruppe hat einen Artikel für die Lokalzeitung entworfen, die zweite eine Veranstaltung. Eine weitere Gruppe stellte sich die Frage, wie der Kreuzbund die digitalen Medien nutzen kann, um hilfesuchende Menschen zu erreichen. Auch die interne Kommunikation wurde beleuchtet und für wichtig befunden, um alle Gruppen und Mitglieder auf den gleichen Informationsstand zu bringen. In diesem Zusammenhang ist es bedauerlich, dass viele Gruppen sich auf ihre Gruppenarbeit beschränken und nur selten für weitere Aktivitäten zu motivieren sind.

Am Samstagabend stand eine Stadtführung durch Würzburg auf dem Programm. Dabei erfuhren wir, dass vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 fast 1000 Fluss-Kreuzfahrtschiffe auf dem Main in Würzburg anlegten - eine unvorstellbare Zahl für eine Stadt mit ca. 130.000 Einwohnern!

Der Sonntagmorgen hatte die Überschrift „Kommunikation und Rhetorik“. Die Teilnehmer*innen hielten eine kurze Überzeugungsrede zu einem Thema ihrer Wahl – sie sprachen z.B. über Urlaub in Deutschland, ein verpflichtendes soziales Jahr und das Ehrenamt im Kreuzbund.

In der Abschlussrunde erklärten die Teilnehmenden, dass sie viel gelernt hätten und jetzt motiviert seien, den Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe vor Ort bekannt zu machen – das wichtigste Ziel der Veranstaltung!

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

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