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Dem "Markenkern" des Kreuzbundes auf der Spur

Zukunftswerkstatt weist den Weg

Zukunftswerkstatt

Die rund 80 Teilnehmenden der Herbst-Arbeitstagung vom 20. bis 22. November 2015 in Untermarchtal (Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart) haben sich im Rahmen einer so genannten Zukunftswerkstatt mit dem „Markenkern“ des Kreuzbundes beschäftigt. Die Tagung war Bestandteil der Agenda 2020 mit dem grundsätzlichen Ziel, den Kreuzbund den wandelnden Anforderungen in der Suchthilfe anzupassen und ihn ggf. neu zu positionieren. Dazu waren vom Herbst 2014 bis März 2015 rund 30 Kreuzbund-Gruppen in ganz Deutschland zu ihren Wünschen und Erwartungen befragt worden.

Aus den Ergebnissen wurden u.a. folgende Fragen für die Herbst-Arbeitstagung herausgearbeitet:

  • Welche Grundwerte und Eigenschaften kennzeichnen den Kreuzbund früher, heute und zukünftig?
  • Welche Bedürfnisse und Motive haben Menschen, die sich an den Kreuzbund binden?
  • Welche Regeln und Rituale sollten das Handeln im Kreuzbund prägen?

Unter der Leitung von Thomas Röhrßen, Geschäftsführer der B und B- Unternehmensberatung aus Osnabrück, wurden diese Fragen mit der Methode des „World Café“ bearbeitet. Dabei finden sich wechselnde Gruppen zu einem Thema zusammen, nach jeweils 20 Minuten arbeitet eine neue Gruppe weiter an den Ergebnissen, die auf einem großen Papier festgehalten und immer weiter ergänzt werden.

Während es bei der ersten Runde des World Cafés noch um recht allgemeine Fragen ging, wurde es in den weiteren Runden deutlich konkreter. Dabei wurde z.B. nach einfachen Kernbotschaften des Kreuzbundes gefragt, die über die Öffentlichkeitsarbeit transportiert werden können, sowie nach den Aufgaben der Gruppen vor Ort.

Nach der Kritik- und Phantasiephase – festgehalten auf vielen bunt beschriebenen und bemalten Plakaten - schloss sich am Sonntagmorgen die Verwirklichungsphase an – der schwierigste und zugleich wichtigste Teil der Veranstaltung. Alle Teilnehmenden einigten sich darauf, dass das Ziel aller Anstrengungen der Aufbau eines Wir-Gefühls sein sollte über alle Verbandsebenen hinweg, also von der Gruppen- über die Diözesan- bis hin zur Bundesebene. Dabei gilt das Motto „Was den Menschen vor Ort nichts nützt, schadet dem Verband“. Dieses übergeordnete Ziel soll anhand mehrerer Aufgaben erreicht werden, dazu gehört z.B. die Entwicklung von zentralen emotionalen Kernbotschaften als Grundlage der Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung einer Willkommenskultur in den Gruppen. Am Ende des Prozesses sollen die Finanzierungsstrukturen und – strategien beleuchtet werden, möglicherweise wird das Kreuzbund-Logo modernisiert oder ganz neu erstellt.

Alle Themen werden in den nächsten Monaten nach und nach und nicht nur „von denen da oben“ diskutiert, sondern in allen Diözesanverbänden und mit allen Kreuzbund-Gruppen. Ein Lenkungsausschuss wird das genaue Vorgehen im März 2016 erarbeiten, auf der Bundesdelegiertenversammlung im April wird es dann vorgestellt und abgestimmt. Der Moderator Thomas Röhrßen wird uns dabei weiter begleiten. Er fand die Zusammenarbeit mit dem Kreuzbund so angenehm, dass er sich spontan entschied, Mitglied zu werden. Rüdiger Blomeyer und Benno Theisling vom Diözesanverband Osnabrück nahmen ihn beim Wort und hatten gleich einen Aufnahmeantrag parat, den der 56-jährige Osnabrücker auch sofort unterschrieb. Herzlich willkommen!

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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