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Empfehlungen des Kreuzbundes für Gruppentreffen während der Corona-Pandemie

Liebe Mitglieder der Kreuzbund-Gruppen, liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

die wöchentlichen Gruppentreffen sind für Suchtkranke und Angehörige sehr wichtig. Gemeinschaft, Verbundenheit und der Austausch mit Gleichgesinnten schützen vor Rückfällen, geben Halt und Sicherheit – besonders in Krisenzeiten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vom 5. Mai 2020: https://www.kreuzbund.de/de/nachricht-anzeigen/sucht-selbsthilfe-ist-systemrelevant-und-rueckfall-vorbeugend.html

Bundesweit gelten weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln. Wo es geboten ist, sind medizinische Masken zu tragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Das gilt auch für geimpfte und genesene Personen. Außerdem empfehlen wir dringend, die Corona-Warn-App zu nutzen.

  • Veranstaltungen sind mit begrenzter Personenzahl und mit entsprechenden Konzepten erlaubt. Geimpfte[1], Genesene[2] oder Getestete[3] haben besondere Zugangsrechte (3G-Regel), z.B. bei Veranstaltungen in Innenräumen, bei der Beherbergung, in Krankenhäusern u.Ä.
  • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Bei privaten Zusammenkünften werden geimpfte und genesene Personen nicht mitgezählt.
  • Über die Regeln und Einschränkungen, die eventuell situationsbezogen vor Ort gelten, entscheiden die jeweiligen Bundesländer.
  • Solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt, können die Länder vorsehen, dass die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt wird.

Treffen von Selbsthilfegruppen sind in den meisten Bundesländern unter Einhaltung der Hygieneregelungen möglich. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte vor Ort Ihr Gesundheits- bzw. Ordnungsamt oder schauen Sie in die aktuelle Corona-Schutzverordnung Ihres Bundeslandes. Die Länder-Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite der Bundesregierung. Falls Sie die Zustimmung seitens des zuständigen Gesundheits- bzw. Ordnungsamtes haben, benötigen Sie noch die Zustimmung der Institutionen, die Ihnen die Räumlichkeiten für eine Zusammenkunft zur Verfügung stellen. Sollten Sie sich – unter Einhaltung der offiziell geltenden Regeln – treffen wollen, möchten wir Ihnen folgende Empfehlungen zur Orientierung für die Gestaltung sicherer Gruppentreffen geben

1. Gruppengröße

Die Gruppengröße wird im Vorfeld auf eine Weise begrenzt, dass die nachfolgend beschriebenen Hinweise erfüllt werden können.

2. Räumlichkeiten

  • Möglichkeiten zum Händewaschen vor und nach der Sitzung sind gewährleistet. Ggf. steht ein Desinfektionsmittel bereit.
  • Die Sitzgelegenheiten werden mit dem empfohlenen Abstand von 1,5 Metern gestellt und / oder entsprechend gekennzeichnet. In manchen Regionen darf der Mindestabstand - je nach Inzidenzwert - bei festen Sitzplätzen und einem Sitzplan auch unterschritten werden. Informieren Sie sich vor Ort danach. Sollte spontan ein Stuhl dazugestellt werden müssen, erfolgt dies mit Umsicht unter Einhaltung der jeweils geltenden Abstandsregel.
  • Eingangstüren werden von der Gruppenleitung geöffnet oder stehen bereits offen.
  • Zugangswege zum Gruppenraum (Treppen, Aufzüge, u.a.) sind so zu gestalten, dass beim Eintritt Schutzabstände gewährleistet sind.
  • Während des Gruppentreffens wird für eine gute Belüftung gesorgt. Ggf. werden Belüftungspausen gemacht.
  • Bei warmem Wetter kann auch eine Gruppenstunde auf einem kleinen geschützten freien Gelände, z.B. einem Garten o.ä. erfolgen – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Mindestabstandsregeln und auf eine Weise, dass das gesprochene Wort von Außenstehenden nicht mitgehört werden kann.

3. Teilnehmende

  • Die Gruppenmitglieder weisen keinerlei Krankheitssymptome auf und hatten in den letzten 14 Tagen wissentlich keinen Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten.
  • Im Zweifelsfall wägen besonders gefährdete Gruppenbesucher*innen (z.B. chronische Vorerkrankungen, höheres Lebensalter) den Gruppenbesuch hinsichtlich ihrer persönlichen gesundheitlichen Lage mit ihrem Arzt ab.
  • Die Gruppenleitungen führen eine Teilnahmeliste, um im Infektionsfall alle Gruppenmitglieder informieren zu können. Die Teilnahmelisten werden nach Ablauf von 4 Wochen vernichtet.
  • Wer nicht geimpft oder genesen ist, erbringt einen Negativtestnachweis. Ggf. ist auch ein gemeinsam beaufsichtigter Selbsttest der Gruppenteilnehmenden möglich.

4. Verhaltensregeln

  • Alle Gruppenteilnehmenden tragen beim Betreten, während der Zusammenkunft auf ihren Plätzen sowie beim Verlassen der Räumlichkeiten medizinische Masken.
  • Das Abstandsgebot gilt nicht nur während des Gruppentreffens, sondern wird auch unmittelbar vor und nach der Gruppenstunde von den Teilnehmenden gewährleistet.
  • Speisen und Getränke werden nicht gereicht. Ggf. bringen die Gruppenmitglieder ihre alkoholfreien Getränke und ihr Trinkgefäß mit und nehmen diese auch wieder mit nach Hause.

Vor dem ersten Gruppentreffen sollten möglichst alle Gruppenbesucher*innen über die Handlungsempfehlungen informiert werden. So können sich alle darauf einstellen bzw. Unsicherheiten im Vorfeld besprechen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an das örtliche Gesundheits- oder Ordnungsamt.

Seien Sie alle aufmerksam mit sich selbst und anderen!

Andrea Stollfuß (Bundesvorsitzende)

Heinz-Josef Janßen (Bundesgeschäftsführer)

[1] Als vollständig geimpft gilt, wenn seit der zweiten Impfung mehr als 14 Tage vergangen sind oder wer nach überstandener Infektion noch einmal geimpft wurde. Die Impfung muss mehr als 14 Tage zurückliegen.

[2] Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test, der mindestens vier Wochen und maximal sechs Monate zurückliegt. Möchten Genesene ihre Erleichterungen von den Corona-Regeln nach Ablauf der sechs Monate behalten, müssen sie sich impfen lassen, wobei eine einmalige Impfung zur Auffrischung des Immunschutzes ausreicht.

[3] Gültig ist ein Antigen-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) oder ein PCR-Test (max. 48 Stunden alt). Ab dem 11. Oktober 2021 müssen die Kosten dafür selbst getragen werden. Ausnahme: Kosten für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (z.B. Schwangere) trägt der Bund.

 

 

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