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Empfehlungen des Kreuzbundes für Gruppentreffen während der Corona-Pandemie

Liebe Mitglieder der Kreuzbund-Gruppen, liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

die wöchentlichen Gruppentreffen sind für Suchtkranke und Angehörige sehr wichtig. Gemeinschaft, Verbundenheit und der Austausch mit Gleichgesinnten schützen vor Rückfällen, geben Halt und Sicherheit – besonders in dieser Krisenzeit. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vom 5. Mai 2020:  https://www.kreuzbund.de/de/nachricht-anzeigen/sucht-selbsthilfe-ist-systemrelevant-und-rueckfall-vorbeugend.html

Der die bisherigen Vorgaben ergänzende Beschluss der Bundesregierung gilt vom 1. bis 20. Dezember 2020:

  • Die Abstands- und Hygieneregelungen bleiben bestehen.
  • Kontakte sollten möglichst gering gehalten werden.
  • Es dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen – mit einer Gesamtzahl von maximal fünf Personen.
  • Vom 23. Dezember 2020 bis 1. Januar 2021 sind Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" möglich - bis maximal zehn Personen insgesamt. (ausgenommen Kinder bis 14 Jahre)

Ob die Treffen der Selbsthilfegruppen vor Ort weiterhin möglich sind, entnehmen Sie bitte der jeweils aktuellen Corona-Schutzverordnung der einzelnen Bundesländer.

Der Kreuzbund-Bundesverband empfiehlt die Nutzung der „Corona-Warn-App“. Hier können Sie sich darüber informieren und sie ggf. herunterladen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/leichte-sprache/corona-warn-app

Für die Wintermonate raten wir dazu, digitale Möglichkeiten zu nutzen, um miteinander im Kontakt zu bleiben. Ggf. können Sie sich auch zu zweit zu Spaziergängen an der frischen Luft zu verabreden.

Ob die Treffen von Selbsthilfegruppen unter Einhaltung der Hygieneregelungen in Ihrer Stadt möglich sind, klären Sie bitte außerdem vor Ort mit Ihrem Gesundheits- bzw. Ordnungsamt. Falls Sie die Zustimmung für eine Zusammenkunft seitens der Ordnungsbehörden haben, benötigen Sie noch die Zustimmung der Institutionen, die Ihnen die Räumlichkeiten für eine Zusammenkunft zur Verfügung stellen.

Die folgenden Empfehlungen verstehen Sie bitte nicht als Aufforderung, sich wieder zu treffen. Ob Sie sich treffen bleibt – unter Einhaltung der offiziell geltenden Regeln und nach Abwägung der Risiken und Vorteile von Gruppentreffen in Corona-Zeiten – in der Verantwortung der Weggefährtinnen und Weggefährten vor Ort. Die Hinweise bieten aber eine Entscheidungshilfe und eine Orientierung für den Fall, dass Sie sich wieder treffen möchten und dürfen.

1. Gruppengröße

Die Gruppengröße wird im Vorfeld auf eine Weise begrenzt, dass die nachfolgend beschriebenen Hinweise erfüllt werden können. Größere Gruppen sollten geteilt und zusätzliche Gruppentreffen anberaumt werden.

2. Räumlichkeiten

  • Möglichkeiten zum Händewaschen vor und nach der Sitzung sind gewährleistet. Ggf. steht ein Desinfektionsmittel bereit.
  • Die Sitzgelegenheiten werden mit dem empfohlenen Abstand von mindestens 1,5 Metern gestellt und / oder entsprechend gekennzeichnet. Sollte spontan ein Stuhl dazugestellt werden müssen, erfolgt dies mit Umsicht unter Einhaltung der Abstandsregel.
  • Während des Gruppentreffens wird für eine gute Belüftung gesorgt. Ggf. werden Belüftungspausen gemacht.
  • Eingangstüren werden von der Gruppenleitung geöffnet oder stehen bereits offen. Ggf. sind die Türkliniken nach jedem Gebrauch mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren.
  • Zugangswege zum Gruppenraum (Treppen, Aufzüge, u.a.) sind so zu gestalten, dass beim Eintritt Schutzabstände gewährleistet sind (z.B. durch Markierung mit einem Klebeband).
  • Bei warmem Wetter kann eine Gruppenstunde auch im Freien stattfinden, z.B. in einem Garten – selbstverständlich unter Einhaltung der Mindestabstandsregel und auf eine Weise, dass das gesprochene Wort von Außenstehenden nicht mitgehört werden kann.

3. Teilnehmende

  • Die Gruppenmitglieder weisen keinerlei Krankheitssymptome auf und hatten in den letzten 14 Tagen wissentlich keinen Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten.
  • Im Zweifelsfall wägen besonders gefährdete Gruppenbesucher*innen (z.B. chronische Vorerkrankungen, höheres Lebensalter) den Gruppenbesuch hinsichtlich ihrer persönlichen gesundheitlichen Lage mit ihrem Arzt ab.
  • Die Gruppenleitungen führen eine Teilnahmeliste, um im Infektionsfall alle Gruppenmitglieder informieren zu können. Die Teilnahmelisten werden nach Ablauf von vier Wochen vernichtet.

4. Verhaltensregeln

  • Alle Gruppenteilnehmenden tragen beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten einen Schutz für den Nasen- und Mundbereich. Wer auf seinem Stuhl platzgenommen hat, darf die Maske abnehmen.
  • Die Gruppenbesucher*innen betreten die Räumlichkeiten einzeln und beachten die Abstandsmarkierung.
  • Das Abstandsgebot gilt nicht nur während des Gruppentreffens, sondern wird auch unmittelbar vor und nach der Gruppenstunde von den Teilnehmenden gewährleistet. Gruppenbildungen vor oder im Eingangsbereich (z.B. um zu rauchen) sollten vermieden werden.
  • Speisen und Getränke werden nicht gereicht. Ggf. bringen die Gruppenmitglieder ihre alkoholfreien Getränke und ihr Trinkgefäß mit und nehmen diese auch wieder mit nach Hause.

Vor dem ersten Gruppentreffen sollten möglichst alle Gruppenbesucher*innen über die Handlungsempfehlungen informiert werden. So können sich alle darauf einstellen bzw. Unsicherheiten im Vorfeld besprechen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unklarheiten an das örtliche Gesundheits- oder Ordnungsamt.

Seien Sie alle aufmerksam mit sich selbst und anderen!

Aus Hamm grüßen Sie herzlich

Andrea Stollfuß (Bundesvorsitzende)

Heinz-Josef Janßen (Bundesgeschäftsführer)

 

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