Nachricht anzeigen

Fruchtbarer Boden für Beratungen

Bundeskonferenz tagt im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg

Das Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg ist ein idealer und komfortabler Ort für die Bundeskonferenz des Kreuzbundes, tagt hier doch regelmäßig auch die deutsche Bischofskonferenz. Das sagte Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes Würzburg, in seinem Grußwort an die rund 40 Teilnehmenden der Bundeskonferenz am 1./2. Dezember 2018. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Kreuzbund. Die Stärke des Kreuzbundes sei das außergewöhnliche persönliche Engagement. Als Wertegemeinschaft trage man gemeinsam die Verantwortung dafür, dass möglichst kein suchtbetroffener Mensch durchs Netz falle. Gerald Krieger, Vorsitzender des Kreuzbund-Diözesanverbandes Würzburg, erläuterte, dass der Kreuzbund in der Region die größte Sucht-Selbsthilfeorganisation sei, was er auch auf die gute Kooperation mit der Caritas zurückführt.

Neben Themen wie der Datenschutz-Grundverordnung, der Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung und dem Krankenkassen-Leitfaden für die Selbsthilfeförderung ging es auch um die Digitalisierung, mit der sich bereits die Herbst-Arbeitstagung im September 2018 ausführlich beschäftigt hatte. Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen betonte, dass der geplante Online-Chat die bestehende Struktur der analogen Gruppen nicht ersetzen, sondern um ein zusätzliches Angebot ergänzen soll, das sich an andere Zielgruppen richtet. Ein entsprechender Projektantrag ist bei der DAK eingereicht worden, eine Bewilligung wird für März 2019 erwartet. Ab Mitte des Jahres können dann voraussichtlich die Moderatoren geschult werden. Die Bundesvorsitzende Andrea Stollfuß appellierte an die Diözesanverbände, das Thema Digitalisierung an die Basis zu transportieren, um mögliche Ängste abzubauen. Die Unterstützung der Gruppen für das Projekt sei wichtig.

Auch der Deutsche Caritasverband (DCV) strukturiert sich um: Die Online-Beratung des DCV startet ganz bewusst mit der gut aufgestellten Suchthilfe, die damit viel verbandliche Aufmerksamkeit erfährt, berichtete Renate Walter-Hamann, neue Leiterin des Referats „Soziales und Gesundheit“ beim DCV. Ihre Nachfolge als Leiterin des Referats „Gesundheit, Rehabilitation und Sucht“ hat Dr. Daniela Ruf angetreten, die den Kreuzbund zuvor bereits als Suchtreferentin des DCV unterstützt hat.

Andrea Stollfuß bedankte sich bei Renate Walter-Hamann für die langjährige Begleitung und Bereicherung der Kreuzbund-Arbeit und überreichte ein Präsent (s.Foto). Renate Walter-Hamann betonte, dass die berufliche Suchthilfe und die Sucht-Selbsthilfe zusammen den Kern des Hilfeangebotes ausmachen. Die Selbsthilfe sei inzwischen ein integraler Bestandteil der Suchthilfe. Sie rief dazu auf, an dieser Stelle weiterzuarbeiten, dafür gebe es gute Fürsprecher, allen voran ihre Nachfolgerin Dr. Daniela Ruf. Sie verabschiedete sich mit etwas Wehmut: „Neben der fachlichen Arbeit waren die menschlichen Begegnungen ein Stück Heimat für mich“.

Heinz-Josef Janßen wies zum Abschluss der Bundeskonferenz auf einen wichtigen Termin hin: Am 12./13. Juni 2021 wird in Hamm das 125-jährige Jubiläum des Kreuzbundes gefeiert, gleichzeitig mit dem dritten Kongress. Das Thema lautet voraussichtlich „125 Jahre Kreuzbund – gemeinsam auf dem Weg“. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Wilma Funke, die schon viele Bundesseminare des Kreuzbundes geleitet hat. Am Samstagabend ist ein musikalisches oder kabarettistisches Rahmenprogramm geplant. Die Eucharistiefeier am Sonntagmorgen übernimmt Caritas-Präsident Dr. Peter Neher, den Festvortrag hält Jürgen Naundorff vom Blauen Kreuz in Deutschland. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Zurück