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Gelebte Sucht-Selbsthilfe

Was braucht die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort?

16 Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit aus den Diözesanverbänden haben sich vom 24. bis 26. März 2017 auf ihrer Arbeitstagung in Stuttgart damit beschäftigt, wie die Öffentlichkeitsarbeit der Kreuzbund-Gruppen vor Ort unterstützt werden kann. Die Arbeitsbereichsleitung hatte Viktor Bayer, Leiter einer Stuttgarter Kreuzbund-Gruppe, eingeladen, die Erwartungen seiner Gruppe an die Multiplikatoren und den Bundesverband zu erläutern. Bayer erklärte, die Infomaterialien des Bundesverbandes seien gut und ausreichend, ebenso die kleinen Werbegeschenke, wie Gummibärchen, Bleistifte und Kugelschreiber. Sie eigneten sich gut als Gesprächseinstieg. Neue Möglichkeiten für die Gruppen sieht er im Bereich „social media“ und bei Freizeitaktivitäten. Über neue und vorbildliche Aktivitäten sollte verstärkt in den Medien berichtet werden, und zwar in den Verbandszeitschriften und in Lokalzeitungen. Vom Bundesverband erwartet die Stuttgarter Gruppe, in die Politik hineinzuwirken und sich z.B. für ein Werbeverbot für Alkohol einzusetzen.

In der anschließenden Diskussion wurde der Wunsch geäußert, dass der Bundesverband seinen Newsletter interessanter gestaltet und öfter verschickt als bisher. Außerdem sollte der WEGGEFÄHRTE möglichst direkt an jedes Mitglied geschickt werden. Der Kreuzbund ist in Bezug auf seinen Namen gegenüber den Anonymen Alkoholikern insofern benachteiligt, als nicht sofort deutlich wird, dass es um das Thema „Sucht“ geht. Gleichwohl spielt der Verbandsname für suchtbetroffene hilfesuchende Menschen keine Rolle, sie kommen meist auf Empfehlung in die Gruppe. Einig waren sich die Multiplikatoren auch darüber, dass der Kreuzbund nicht bekannter wird, wenn er sein Logo ändert. Auch PR-Experten raten hier zur Zurückhaltung. Abschließend verständigten wir uns darauf, allen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern in einem gemeinsamen Schreiben der Arbeitsbereichsleitung auf Bundesebene und der Beauftragten auf DV-Ebene die Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Öffentlichkeitsarbeit vor Ort aufzuzeigen. Wir möchten damit Anregungen und Tipps geben und eine Kommunikation auf Augenhöhe initiieren. „Die Hierarchie in den Köpfen muss raus“, so die übereinstimmende Meinung.

Zweites Schwerpunktthema der Arbeitstagung waren die Zeitschriften der Diözesanverbände. Hier beschäftigten wir uns in Kleingruppen mit den Erwartungen der Leserschaft, den Zielen der Redaktion, den daraus resultierenden Inhalten und den gestalterischen Minimalanforderungen.

Zum Abschluss bedankten sich die Multiplikatoren bei Paul-Michael Leißner, der auf der Bundesdelegiertenversammlung im Mai nicht mehr für den Bundesvorstand und die Arbeitsbereichsleitung „Öffentlichkeitsarbeit“ kandidiert. Leißner verabschiedete sich nach sechs Jahren aus der Runde, versicherte aber, dass er sich dem Arbeitsbereich weiterhin sehr verbunden fühle und Mitglied des WEGGEFÄHRTE-Redaktionsteams bleibe.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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