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Herbst-Arbeitstagung zum Thema "Digitalisierung"

Der Finger als Impulsgeber

Woher stammt eigentlich der Begriff „Digitalisierung“? Lateinisch „digitus“ bedeutet „Finger“ und bezieht sich auf einen der zehn Finger, die man zum Zählen brauchte. Laut Wikipedia bezeichnet der Begriff Digitalisierung das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate, z.B. von Texten, Bildern oder Filmen. Es wird angenommen, dass es der Menschheit im Jahr 2002 zum ersten Mal möglich war, mehr Informationen digital als analog zu speichern.

Jedenfalls lässt sich die Digitalisierung nicht rückgängig machen und auch nicht aufhalten. Deswegen haben sich die rund 90 Teilnehmer/-innen der Herbst-Arbeitstagung vom 21. bis 23. September 2018 im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg mit dem Thema „Digitalisierung – Online-Selbsthilfe“ beschäftigt.

In ihrer thematischen Einführung machte Dr. Daniela Ruf, Leiterin des Referats Gesundheit, Rehabilitation, Sucht im Deutschen Caritasverband (DCV), deutlich, dass Online-Angebote des Kreuzbundes kein Ersatz sind für die face-to-face-Angebote in den Gruppen, aber eine gute und wichtige Ergänzung mit dem Ziel, Menschen zu erreichen, die sich bisher wenig oder gar nicht für die Selbsthilfe interessiert haben. Der Kreuzbund sollte die Digitalisierung im Rahmen seiner Möglichkeiten umsetzen und in kleinen Schritten Erfahrungen sammeln.

Nach mehreren Vorträgen, Kleingruppenarbeit und Diskussionen im Plenum waren sich alle Teilnehmenden einig, dass der Kreuzbund in enger Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband einen Online-Chat initialisieren sollte. Dabei sind das technische Wissen und die Kenntnisse des DCV in Sachen Datenschutz und Datensicherheit eine große Hilfe. Zunächst ist ein Test-Projekt unter der Federführung des Bundesverbandes geplant, für die Koordination ist eine noch zu bildende Steuerungsgruppe zuständig.

Der Bundesverband ist dabei auf die Unterstützung der Untergliederungen angewiesen, brauchen wir doch für den Anfang einen Pool von 10 bis 15 Moderatoren der Online-Chats. Spontan erklärten sich zehn Personen auf der Herbst-Arbeitstagung dazu bereit. Sie werden zu gegebener Zeit noch entsprechend geschult.

Als nächsten Schritt nannte Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen die Beantragung von Krankenkassen-Fördermitteln. Werden sie bewilligt, kann das Projekt voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 an den Start gehen.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit 

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