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25 Jahre im Dienste der Sucht-Selbsthilfe

Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen feiert Jubiläum

Heinz-Josef Janßen (59) feiert am 1. April 2017 sein 25-jähriges Dienstjubiläum als Bundesgeschäftsführer des Kreuzbundes. Der Diplom-Theologe und Diplom-Sozialarbeiter hat zuvor als Klinikseelsorger und als Referent für Sucht bei der Katholischen Sozialethischen Arbeitsstelle (KSA) in Hamm gearbeitet, eine Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz, die inzwischen aufgelöst wurde.

Janßen hat die Kreuzbund-Bundesgeschäftsstelle in einer schwierigen Zeit übernommen: Der Verband stand kurz vor der Insolvenz, auch die Personalkonstellation war schwierig. Schritt für Schritt und zusammen mit dem ehrenamtlichen Bundesvorstand sorgte er dafür, dass die Finanzierung auf sichere Füße gestellt wurde. Außerdem wurden die Aufgaben in der Bundesgeschäftsstelle neu verteilt. Zurzeit sind dort acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Janßen erlebt seinen Beruf als sinnvoll und bereichernd, konnte er doch als Nicht-Betroffener und Begleiter Zeuge werden von vielen Gesundungs- und Wandlungsprozessen. „Ich konnte dabei mithelfen, dass Suchtkranke und ihre Familien dazu ermutigt werden, Ja zu sagen und sich zu verändern. Viele Suchtkranke feiern den ersten Tag der Abstinenz als Geburtstag in ein neues Leben – wie eine persönliche Auferstehung.“

Der Kreuzbund war bereits im Jahr 1992 der größte Sucht-Selbsthilfeverband in Deutschland. Bis zum Jahr 2000 erlebte der Verband einen stetigen Zuwachs bis auf 15.000 Mitglieder. Die Zahl aller Selbsthilfegruppen in Deutschland wird auf 70.000 bis 100.000 geschätzt, davon sind ca. 8.000 Sucht-Selbsthilfegruppen. Für fast jede chronische Krankheit, Behinderung oder soziale Notlage finden sich Betroffene zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung zusammen. Wie anerkannt Selbsthilfegruppen in der Bevölkerung sind, zeigt auch eine Umfrage der DAK, nach der sich 76 Prozent der Befragten im Falle einer Krankheit oder Krise einer Selbsthilfegruppe anschließen würden.

Pressemitteilung des Kreuzbund-Bundesverbandes vom 30. März 2017

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