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Krankenkasse unterstützt Sucht-Selbsthilfe

DAK-Gesundheit fördert den Kreuzbund mit 16.200 Euro

Die DAK-Gesundheit unterstützt die Arbeit des Kreuzbundes auch in diesem Jahr wieder, und zwar mit einer Zuwendung in Höhe von 16.200 Euro. Mit dieser Förderung werden eine Broschüre zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sowie eine bundesweite Tagung mitfinanziert.

Die Broschüre „Sucht-Selbsthilfe in allen Köpfen“ bietet einen Leitfaden für alle, die sich in der Öffentlichkeitsarbeit des Kreuzbundes engagieren und hält eine Fülle an praxisbezogenen Informationen und Tipps vor. (Sie kann kostenlos in der Bundesgeschäftsstelle bestellt werden.)

Die geförderte Herbst-Tagung für die ehrenamtlichen Funktionstragenden der 27 Diözesanverbände vom 22. bis 24. September 2017 in Augsburg hat das Thema „Sucht und Glück“. Glücksempfinden und Verständnisweisen von Glück sind komplex. Jeder hat unterschiedliche Vorstellungen von dem, was er unter Glück versteht, je nach Lebensumständen, je nach Denkmustern und je nach kulturellem Umfeld. Während der Herbst-Arbeitstagung steht zum einen die persönliche Glücksdimension im Mittelpunkt; zum anderen wird die Bedeutung des Tagungsthemas für die Verbandsarbeit im Kreuzbund ausgelotet.

„Wir sehen den Erfolg der Arbeit, die Mitglieder in den 1400 Selbsthilfegruppen des Kreuzbundes leisten. In unserem Gesundheitssystem ist der Erfahrungsaustausch in einer bunter gewordenen Gesellschaft besonders wichtig“, sagt Hermann-Josef Kappel, Chef der DAK-Gesundheit in Hamm. Allein die Kosten, die alkoholbedingte Krankheiten in Deutschland verursachen, belaufen sich auf jährlich rund 26 Milliarden Euro.

„Neben der ärztlichen Versorgung leistet die Selbsthilfe einen hohen, nicht zu beziffernden Beitrag zur Bewältigung von Suchtproblemen. Wer gefährdet ist, braucht Hilfe, um gesund leben und arbeiten zu können“, ergänzt Heinz-Josef Janßen, Bundesgeschäftsführer des Kreuzbundes. Aktuelle Statistiken zeigen, dass rund drei Viertel der Suchtkranken, die regelmäßig eine Sucht-Selbsthilfegruppe besuchen, dauerhaft abstinent leben.

Bei der DAK-Förderung handelt es sich nicht um eine Spende: Die Selbsthilfeförderung ist im Sozialgesetzbuch V als Unterstützung der gesetzlichen Krankenkassen an Organisationen und Verbände vorgesehen, die sich ergänzend zum übrigen Gesundheitswesen um die Belange der Betroffenen kümmern.

 Aus: Gemeinsame Pressemitteilung des Kreuzbund-Bundesverbandes und der DAK-Gesundheit vom 23. August 2017

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