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Kreuzbund bestätigt seine Spitze

20. Bundesdelegiertenversammlung vom 19. bis 21. Mai 2017 in Siegburg

Der Kreuzbund hat auf seiner Bundesdelegiertenversammlung vom 19. bis 21. Mai 2017 im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) in Siegburg einen neuen Bundesvorstand gewählt. Andrea Stollfuß (59) aus Bonn ist einstimmig in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende bestätigt worden. Die gelernte Krankenschwester hatte das Amt vor sechs Jahren übernommen. Sie ist selbst alkoholkrank und seit 2002 Kreuzbund-Mitglied. Seit 2005 hat sie unterschiedliche ehrenamtliche Funktionen im Kreuzbund inne, u.a. den Vorsitz des Kreuzbund-Diözesanverbandes Köln. Die verheiratete Mutter von zwei erwachsenen Söhnen will sich vor allem dafür einsetzen, dass der Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe den Stellenwert in unserer Gesellschaft erhalten, der ihnen zusteht. Dafür müsse der Kreuzbund einen Mittelweg finden zwischen der Erhaltung wichtiger Werte und der Erneuerung und Anpassung an Veränderungen in der Gesellschaft und in der Suchthilfe, so Andrea Stollfuß nach ihrer Wiederwahl.

Folgende Personen wurden zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt:

  • Rüdiger Blomeyer (52) aus Osnabrück
  • Gerhard Iser (55) aus Heppenheim
  • Franz E. Kellermann (64) aus München

Weiteres Mitglied des Bundesvorstandes ist der Geistliche Beirat Pastor Thorsten Weßling (55) aus Hörstel bei Rheine. Er wird von der Deutschen Bischofskonferenz berufen.  Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen (59), seit 25 Jahren in dieser Funktion, unterstützt den Bundesvorstand mit beratender Stimme. Ständiger Gast im Bundesvorstand ist Renate Walter-Hamann (62), Leiterin des Referats „Basisdienste und besondere Lebenslagen“ beim Deutschen Caritasverband e.V. (DCV) in Freiburg.

Wichtigste Aufgabe des neuen Bundesvorstandes ist das Projekt „dazugehören“ mit dem Ziel, den Kreuzbund den wandelnden Anforderungen in der Suchthilfe anzupassen und ihn zu positionieren. Dabei geht es auch um die Integration junger Suchtkranker und die Entwicklung  neuer Angebote neben der klassischen Gruppenstunde und Gesprächsrunde.

Die Hilfe zur Selbsthilfe im Kreuzbund ist sehr erfolgreich: Rund drei Viertel der Suchtkranken, die regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, leben dauerhaft abstinent. Nur 15 Prozent der Gruppenteilnehmenden sind innerhalb eines Jahres rückfällig geworden. Mehr als zwei Drittel dieser Rückfälle konnten innerhalb der Selbsthilfegruppe aufgefangen werden, so das Ergebnis einer statistischen Befragung.

Pressemitteilung des Kreuzbund-Bundesverbandes vom 22. Mai 2017

Foto: Die Bundesvorsitzende Andrea Stollfuß mit Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen

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