Nachricht anzeigen

Kreuzbund ist dabei

Sucht-Selbsthilfe präsentiert sich auf dem Katholikentag in Münster

Der Kreuzbund hat auf verschiedenen Ebenen am 101. Deutschen Katholikentag vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster mitgewirkt. Zu dem fünftägigen Laientreffen kamen rund 90.000 Teilnehmende.

Der Kreuzbund war wie bei jedem Katholikentag auch dieses Mal auf der Kirchenmeile vertreten. Dafür hatten sich rund 330 Institutionen und Organisationen angemeldet, darunter Hilfswerke, Orden, Verbände und Medien. Wie immer präsentierte sich der Kreuzbund neben den anderen Fachverbänden des Deutschen Caritasverbandes. Unser Standort in der Nähe von Karstadt war günstig gelegen, so dass wir auch zufällig vorbeikommende Passanten auf uns aufmerksam machen konnten. Jedenfalls haben wir jede Menge Kugelschreiber, Papiertaschentücher-Päckchen und Gummibärchen (mit unserem Logo) verschenkt. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Helfer/-innen vom Kreuzbund Münster für die Unterstützung bei der Standbetreuung. (Auf dem Foto sehen Sie Eva Maria Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des Deutschen Caritasverbandes, an unserem Infostand mit Steffen Fachinger, Leiter des Arbeitsbereichs "Öffentlichkeitsarbeit".)

Außerdem standen auf dem Katholikentag etwa 160 Diskussionsforen auf dem Programm, darunter eine Veranstaltung des Kreuzbund-Bundesverbandes. „Bin ich der Hüter meines Bruders, meiner Schwester? Das Stigma Sucht – ein Zeichen, das Kranke schützt?“ Im Mittelpunkt stand die Frage, was es für Betroffene und Angehörige bedeutet, wenn Sucht stigmatisiert und Betroffene diskriminiert werden. Dr. Michael Tremmel, Suchtreferent des Kreuzbund-Bundesverbandes, moderierte die Veranstaltung. Sr. Rafaelis Könemann und Elisabeth Keller berichteten über ihre Erfahrungen. Beide betonten, wie wichtig es für sie war, dass Menschen in ihrer Umgebung an sie geglaubt und sie nicht von oben herab behandelt hatten. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und die gegenseitige Unterstützung in der Selbsthilfegruppe habe sie gestärkt und ihnen ihr Selbstvertrauen zurückgegeben.

Weitere Beiträge zum Thema „Stigmatisierung“ finden Sie in der nächsten Ausgabe des WEGGEFÄHRTE, die Anfang Juli erscheint.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Zurück