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Legende um eine wilde Heckenrose

Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit treffen sich in Hildesheim

Auf den Spuren der Gründungsgeschichte des Bistums Hildesheim bewegten sich die 15 Teilnehmenden der Multiplikatoren-Tagung „Öffentlichkeitsarbeit“ vom 28. bis 30. Oktober 2022 im Lüchtenhof in Hildesheim. Die Legende, die den tausendjährigen Rosenstock umgibt, reicht bis ins Jahr 815 zurück, als Ludwig der Fromme, Sohn und Nachfolger von Karl dem Großen, zwischen den Blüten einer wilden Heckenrose ein kostbares Reliquiar vergessen hatte. Als er zurückkehrte, um es zu holen, ließ es sich nicht mehr vom Rosenstock entfernen. Darin sah Ludwig der Fromme ein göttliches Zeichen und ließ an Ort und Stelle eine Kapelle bauen – der Ursprung des Bistums Hildesheim.

Seitdem wird der Rosenstock von vielen Menschen bestaunt, darunter auch die Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit in den Kreuzbund-Diözesanverbänden. Sie erfuhren im Rahmen einer stadtgeschichtlichen Führung u.a., dass der Mariendom (s. Foto) im Jahr 1985 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Alle fanden es sehr angenehm, am Samstagnachmittag bei frühlingshaften Temperaturen einen kleinen Rundgang durch Hildesheim zu machen. Zum Ausgleich hatten der Leiter des Arbeitsbereichs Detlev Vietz und die zuständige Referentin Gunhild Ahmann nach dem Abendessen eine Arbeitseinheit festgelegt.

Im Erfahrungsaustausch zu Beginn der Veranstaltung ging es um folgende Probleme: Die meisten Multiplikatoren werden von ihren Vorständen gut unterstützt, nicht aber von den Gruppen vor Ort. Es wird immer schwieriger, Gruppenleitungen und -mitglieder für Aktivitäten zu gewinnen, die über die Gruppenarbeit hinausgehen. Auch das Interesse an Seminaren geht zurück. Aus diesem Grund wünschen sich die Multiplikatoren, dass das Thema „Motivation von Gruppenleitungen und Gruppenmitgliedern“ in einem Seminar oder einer Arbeitstagung auf Bundesebene aufgegriffen wird.

Kooperation der Arbeitsbereiche

Otto Fehr, Sprecher der Arbeitsgruppe „Kreuzbund-kompakt“ und Gast der Tagung, stellte am Samstagmorgen ein Organigramm der Arbeitsbereiche und ihre Einbettung in den Verband vor. (Im Gegenzug wird Detlev Vietz an der nächsten Tagung von „Kreuzbund-kompakt“ im Frühjahr 2024 teilnehmen.) Daraus ergab sich die Frage, wie „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Kreuzbund-kompakt“ zusammenarbeiten können. Die Verbindung liegt auf der Hand: Das Wissen von „Kreuzbund-kompakt“, also über Aufgaben, Struktur, Organisation, Vernetzung und Geschichte des Verbandes, ist Voraussetzung für Öffentlichkeitsarbeit, diese stellt wiederum Aushängeschild und Sprachrohr des Verbandes dar. Wichtig ist v.a. die Einbeziehung der jeweiligen Multiplikatoren in die Vorstandsarbeit und die regelmäßige und möglichst frühzeitige Information der Gruppenleitungen über Beschlüsse und Pläne aller Arbeitsbereiche. Sowohl Öffentlichkeitsarbeit als auch die Vermittlung grundlegender Informationen über den Kreuzbund und die Sucht-Selbsthilfe sind eine Querschnittsaufgabe.

Digitalisierung

Der Facebook-Auftritt des Bundesverbandes wird im Rahmen eines Krankenkassen-Projekts im Jahr 2023 regelmäßig begleitet durch das Medienhaus Waltrop.  Das Projekt wird auf der Bundesebene koordiniert, soll aber gemeinsam getragen werden. Es braucht möglichst viel Unterstützung in den Untergliederungen, damit die Posts vor Ort geteilt werden und auch Inhalte geliefert werden.

In Kleingruppenarbeit wurden mögliche Inhalte aufgelistet. Die Posts sollen grundsätzlich mit den Themen Sucht und Sucht-Selbsthilfe zu tun haben, z.B. Gruppenarbeit, Gruppenregeln, Hilfe bei Suchtdruck, Kontrolliertes Trinken, alkoholfreies Bier, Alkohol zu Hause, Einzelschicksale, Perspektive der Angehörigen, Wege in die Sucht, Wege aus der Sucht, Kreuzbund-Veranstaltungen, Hinweis auf KB-Chat, Hinweis auf Radio- oder Fernsehbeiträge zum Thema „Sucht“, aktuelle Informationen aus DV und BV. Es wurde vereinbart, dass das Thema „Facebook“ auf den zukünftigen Tagungen weiter diskutiert wird.  

Klinikarbeit

Das dritte Thema war Klinikarbeit, also die Vorstellung des Kreuzbundes und der Sucht-Selbsthilfe in stationären Einrichtungen der Suchthilfe. Zweier-Teams beschäftigten sich mit der Frage, welche Informationen dabei besonders wichtig sind und wie sie die Patienten zum Zuhören und Mitmachen bewegen können. Bei der anschließenden exemplarischen Präsentation wurden Verbesserungsmöglichkeiten vorgeschlagen, die in den digitalen „Leitfaden zur Klinikarbeit“ einfließen. Er stammt ursprünglich aus dem Jahr 2006, d.h. der Text sollte aktualisiert werden. Das übernimmt die Leitung des Arbeitsbereichs Detlev Vietz und Gunhild Ahmann. Der Austausch zur Klinikarbeit war für die Multiplikatoren nach eigener Aussage besonders wertvoll und sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

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