Nachricht anzeigen

Viele Themen und lebhafte Diskussionen

Multiplikatoren-Arbeitstagung "Öffentlichkeitsarbeit" in Erfurt

Die Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit der Kreuzbund-Diözesanverbände sind eine sehr lebhafte und ideenreiche Truppe. Das hat sich auch wieder auf der Multiplikatoren-Arbeitstagung vom 26. bis 28. April 2019 in Erfurt gezeigt. Da wir uns in diesem Jahr nur einmal treffen, war die Tagesordnung ziemlich voll. Die Leitung lag dieses Mal allein bei Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Sie bekommt ab sofort glücklicherweise wieder Unterstützung: Detlev Vietz (DV Hildesheim) hat sich dazu entschlossen, die Leitung des Arbeitsbereichs „Öffentlichkeitsarbeit“ zu übernehmen, und zwar zunächst kommissarisch bis zur Bundesdelegiertenversammlung 2020. Die Multiplikatorenrunde begrüßte es sehr, dass jemand aus ihren Reihen diese Funktion übernimmt.

Aktionswoche Alkohol

Ein Tagesordnungspunkt der Arbeitstagung war die „Aktionswoche Alkohol“ vom 18. bis 26. Mai 2019. Die bundesweite Präventionskampagne steht unter der Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU). Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) unterstützt die Veranstalter in den Regionen mit Ideen für Aktionen, Plakaten und Infomaterial.

Der thematische Schwerpunkt lautet dieses Mal „Kein Alkohol am Arbeitsplatz“. Zehn Prozent aller Beschäftigten – von der Aushilfskraft bis zur Geschäftsführung – trinken aus gesundheitlicher Sicht zu viel Alkohol. Alkohol spielt bei jedem fünften Arbeits- und Wegeunfall eine Rolle. Durch Arbeitsausfälle, Frühberentung oder Rehabilitationen entstehen der Volkswirtschaft geschätzte Kosten von knapp 30,15 Mrd. €. Daneben entstehen durch alkoholbedingte Unfälle insgesamt Kosten von ca. 9,15 Mrd. € für das deutsche Gesundheitssystem.

Die Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit haben die Aufgabe, in den Gruppen für die Teilnahme an der Aktionswoche zu werben, ihnen Veranstaltungsideen zu liefern und sie falls nötig bei der Umsetzung zu begleiten. Die Multiplikatoren sollten möglichst einen Überblick über die Aktivitäten in ihren DV haben. Grundsätzlich gilt, dass für alle Aktivitäten möglichst Kooperationspartner gesucht werden sollten.

Online-Umfrage

Ein weiteres Thema war die Online-Umfrage des Kreuzbund-Bundesverbandes, die seit Oktober 2018 auf www.kreuzbund.de eingestellt ist. Ziel ist es herauszufinden, wie die Menschen zum Kreuzbund gekommen sind und was sie an ihrer Gruppe schätzen. Wir erhoffen uns davon Hinweise, wie wir Hilfesuchende besser erreichen können und wie wir unser Angebot besser an ihre Bedürfnisse anpassen können.

Bisher sind rund 550 Antworten ausgewertet worden. Leider ist die eigentliche Zielgruppe nicht erreicht worden, nämlich jüngere Gruppenmitglieder, die die Gruppe noch nicht so lange besuchen. 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmer/-innen sind über 50 Jahre alt, davon 47 Prozent sogar über 60 Jahre alt. 43 Prozent besuchen ihre Gruppe bereits länger als zehn Jahre. Von daher ist es nicht überraschend, dass mehr als 82 Prozent angeben, über die (Sucht)Beratungsstelle, Entgiftungsstation oder eine Therapieeinrichtung zum Kreuzbund gestoßen zu sein. Nur acht Prozent sind über Veröffentlichungen des Kreuzbundes in die Gruppe gekommen, weitere acht Prozent über einen Haus- oder Facharzt und Gesundheitsbehörden.

Um herauszufinden, ob das bei jüngeren Gruppenbesuchern möglicherweise anders ist, hat Gunhild Ahmann (wie mit den Multiplikatoren vereinbart) eine Mail an alle Gruppenleitungen geschickt mit der Bitte, gezielt unter 50-jährige Gruppenbesucher, die die Gruppe maximal fünf Jahre besuchen, zu bitten, an der Umfrage teilzunehmen. Darum möchten wir an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bitten.  

Das Gesamtergebnis der Online-Umfrage wird im November auf der Bundeskonferenz in Hamburg vorgestellt.

Social Media

Die Teilnehmer/-innen des Bundesseminars „Social Media für Anfänger“ vom 5. bis 7. April 2019 in Würzburg hatten sich eine Positionierung des Bundesverbandes zu den sozialen Netzwerken gewünscht, die folgende Fragen beantwortet: Gibt es grundsätzliche Anhaltspunkte und Regeln? Welche Plattformen empfiehlt der Bundesverband, von welchen rät er ab? Welche Regeln gibt es für die Kommunikation im Netz?

Nach einer ausführlichen Diskussion sind die Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit zu dem Schluss gekommen, dass eine Positionierung des Bundesverbandes in diesem Bereich nicht notwendig ist. Bisher hat nur der Kreuzbund-Diözesanverband Trier eine eigene Facebook-Seite, weitere sind zurzeit nicht geplant. Der Aufwand ist zu bedenken, denn es reicht nicht, eine solche Seite einzurichten, sie muss auch regelmäßig mit Informationen „gefüttert“ werden. Auch braucht es zwei Administratoren, die den Überblick über die Aktivitäten auf der Seite behalten. Gleichwohl finden wir es selbstverständlich positiv, wenn sich jemand engagieren möchte. Wir empfehlen allen Interessierten, sich an der Facebook-Seite des Bundesverbandes zu beteiligen, damit die Kräfte innerhalb des Kreuzbundes sinnvoll gebündelt werden. Grundsätzlich gelten bei der Kommunikation im Kreuzbund, also auch in den sozialen Medien, die Grundhaltungen und Grundwerte des Leitbildes.

WEGGEFÄHRTE

Schließlich hatten die Multiplikatoren noch die Aufgabe, eine Ausgabe des WEGGEFÄHRTE zu gestalten. Das Ergebnis sehen Sie Anfang Juli, wenn das Heft erschienen ist.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

Zurück