Nachricht anzeigen

Die Form folgt Inhalt und Funktion

Multiplikatoren-Arbeitstagung "Öffentlichkeitsarbeit" in Hamburg

„Ist es den Aufwand wert?“ Diese Frage stellte der Journalist Burkhard Plemper aus Hamburg den 23 Teilnehmenden der Multiplikatoren-Arbeitstagung „Öffentlichkeitsarbeit“ vom 9. bis 11. März 2018 im St. Ansgar-Haus in Hamburg und meinte damit die Zeitschriften der Diözesanverbände. Steffen Fachinger, Leiter des Arbeitsbereichs „Öffentlichkeitsarbeit“, und Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, hatten ihn als Experten für dieses Thema engagiert und um seine Eindrücke und Verbesserungsvorschläge gebeten.

Bei der Bestandsaufnahme der Zeitschriften hatten wir im Vorfeld der Tagung festgestellt, dass zwölf Diözesanverbände aus unterschiedlichen Gründen keine Zeitschrift haben, die anderen Diözesanverbände geben pro Jahr zwei bis drei Hefte heraus. Plemper machte den Vorschlag, dass mehrere benachbarte DV eine gemeinsame Zeitschrift herausgeben könnten. Auch hält er es für vorstellbar, eine Gesamtzeitschrift mit Seiten für die einzelnen Regionen zu haben, d.h. die DV liefern verstärkt Artikel an den WEGGEFÄHRTE, und die bundesweite Zeitschrift könnte dann u.U. wieder öfter als vier Mal jährlich erscheinen.

Bevor die aktuellen Ausgaben der anwesenden Diözesanverbände und der WEGGEFÄHRTE im Einzelnen kritisiert wurden, ging es um folgende allgemeine Fragen: Wen wollen die DV mit der Zeitschrift erreichen? Hier lautete die Antwort Gruppenbesucher, Mitglieder, Interessierte und Hilfesuchende sowie aktuelle und potenzielle Kooperationspartner, wie z.B. Suchtberatungsstellen, Fachkliniken, Pfarrgemeinden und andere Organisationen.

Sinn und Zweck der Zeitschriften ist es, über die Sucht-Selbsthilfe zu informieren, die Bekanntheit des Kreuzbundes zu erhöhen und Interesse am Kreuzbund zu wecken. Gleichzeitig geht es darum, Entscheidungen transparent zu machen, Impulse für die Gruppenarbeit zu geben und auch über Aktivitäten außerhalb der Gruppenarbeit zu informieren. So soll die Leserschaft zur aktiven Mitarbeit angeregt werden, das stärkt wiederum die Identifikation mit dem Verband.

Ob wir die Leser/-innen auch auf anderen Wegen erreichen können, z.B. über Newsletter, das Internet oder die normale Briefpost, wurde kontrovers diskutiert. Grundsätzlich waren sich die Multiplikatoren einig, dass es sich nicht lohnt, eine ganze Zeitschrift nur online zu veröffentlichen, denn vor allem ältere Mitglieder bevorzugen auf jeden Fall die Papierform. Allerdings sollten bei der Erstellung einer Zeitschrift inhaltliche und gestalterische Minimalanforderungen berücksichtigt werden.

Plemper empfahl den „Blattmachern“, interessante Themen mehr in den Vordergrund zu stellen. Auch sollten die Autoren von Artikeln die inhaltlichen Ergebnisse und nicht den genauen Ablauf von Seminaren und anderen Veranstaltungen beschreiben und zusammenfassen. Der Journalist hält außerdem in vielen DV-Zeitschriften die Gewichtung zwischen inhaltlichen Themen und Freizeitveranstaltungen für unpassend. „Es wirkt, als sei der Kreuzbund ein Zusammenschluss älterer Menschen, die häufig Ausflüge machen“, so Burkhard Plemper.

Alle Teilnehmenden begrüßten zum Abschluss die Verpflichtung eines externen Referenten mit unverstelltem Blick auf den Kreuzbund. Auch die Diözesanverbände, die keine eigene Zeitschrift haben, können für andere Veröffentlichungen von seinen Impulsen und Anregungen profitieren.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

Zurück