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Bundesseminar "Social Media für Anfänger"

Neue Medien in einer alten Stadt

20 bis 30 Prozent der Menschen in Deutschland beziehen ihre Informationen nur noch über Social Media. Das verändert unsere Kommunikation tiefgreifend: Im Massenmedien-Zeitalter werden die Themen nicht mehr nur von ausgewählten Absendern gesetzt, sondern jeder wird zum Sender, kann Inhalte erstellen und teilen - die Vernetzungsmöglichkeiten sind unbegrenzt. Aber was gehört eigentlich alles zu den modernen Methoden der Vernetzung und des Austauschs? Welche Dienstleistungen, Portale und Plattformen gibt es? Damit haben sich die 17 Teilnehmer/-innen des Bundesseminars „Social Media für Anfänger“ vom 5. bis 7. April 2019 im Burkardushaus in Würzburg beschäftigt.   

Auch suchtbetroffene Menschen suchen immer häufiger seriöse Informationsmöglichkeiten und Hilfeangebote im Internet und kommunizieren über soziale Netzwerke. Die Referentin Verena Krotoszynski (s.Foto rechts), Vorstandsmitglied im Kreuzbund-Stadtverband Münster und Medienfachwirtin, stellte zunächst die verschiedenen Möglichkeiten der „Social Media“ vor. In einem nächsten Schritt ging es dann darum zu überlegen, welche Kanäle für den Kreuzbund geeignet sind.

Hier sind die Teilnehmer/-innen relativ schnell zu der Schlussfolgerung gekommen, dass Facebook am ehesten in Frage kommt. Laut einer Befragung von Dezember 2018 unter über 1000 Menschen in Deutschland nutzen 49 Prozent täglich Facebook. Das Durchschnittsalter der Nutzer/-innen liegt bei 45 Jahre – und entspricht damit der Zielgruppe des Kreuzbundes. Laut Statistik der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände 2017 sind nämlich 47 Prozent der Gruppenmitglieder 41 bis 60 Jahre alt.

Im Anschluss erklärte Verena Krotoszynski, wie man eine Facebook-Seite anlegt, welche Datenschutzbestimmungen dabei berücksichtigt werden müssen und wie man einen „Post“ erstellt. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmer/-innen dann mit der Frage, welche Inhalte wir über Facebook kommunizieren können. Grundsätzlich eignen sich alle Informationen rund um die Themen Sucht, Sucht(Selbst)hilfe und den Kreuzbund. In authentischen Berichten können Gruppenmitglieder ihre eigenen Erfahrungen schildern und damit vielleicht andere suchtkranke Menschen zur Abstinenz motivieren. Außerdem ist es möglich, auf Veranstaltungen, interessante Literatur oder Berichte in Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk hinzuweisen.

Grundsätzlich ist dabei auf eine faire Auseinandersetzung zu achten, gewünscht wird eine themenbezogene Kommunikation, keine persönlichen Angriffe. Im Vordergrund steht der sachliche und respektvolle Austausch.

Zum Rahmenprogramm des Seminars gehörte ein Altstadtrundgang am Samstagabend, den Gunhild Ahmann (s.Foto links), Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, im Vorfeld organisiert hatte. Bei frühlingshaftem Wetter erfuhren wir u.a., dass die Stadt Würzburg im Jahr 704 gegründet wurde, ca. 130.000 Einwohner hat und pro Jahr rund 11 Millionen Tagestouristen begrüßen kann - nicht zuletzt durch die immer beliebteren Flusskreuzfahrten auf dem Main. Die kompetente und sympathische Gästeführerin Ina Volmer erklärte, dass in der Innenstadt von Würzburg die Stilepochen der Architektur auf engem Raum erkennbar sind – von der Romanik, Gotik und Renaissance bis zum Barock. Die entsprechenden Gebäude bilden teilweise einen starken Kontrast zur heutigen sachlichen und geradlinigen Bauweise der Moderne.

Leider war es aus Zeitgründen nicht möglich, die barocke Residenz aus dem 18. Jahrhundert zu besichtigen, seit 1981 Weltkulturerbe. Auch die Festung Marienberg, ehemaliges fürstbischöfliches Schloss, war nicht mehr erreichbar - also kommen wir auf jeden Fall wieder!

Weitere Informationen erhalten Sie bei Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit des Kreuzbund-Bundesverbandes unter der E-Mail-Adresse ahmann@kreuzbund.de  oder bei Verena Krotoszynski unter der E-Mail-Adresse verena@klarakterstark.de

 

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