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Soziale Netzwerke, Mitgliederwerbung und Fundraising

Multiplikatoren-Arbeitstagung "Öffentlichkeitsarbeit" in Fulda

Seit April 2011 ist der Kreuzbund-Bundesverband bei facebook registriert. Bisher haben sich dort rund 150 Personen angemeldet. Die Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit rufen ihre Vorstände in den Diözesanverbänden und alle Gruppenleitungen auf, sich dort einzutragen, damit auch in den sozialen Netzwerken mehr über die Sucht-Selbsthilfe kommuniziert wird. Auf ihrer Multiplikatoren-Arbeitstagung vom 14. bis 16. Oktober 2011 im Kloster Frauenberg in Fulda ging es u.a. um dieses Thema. Geleitet wurde die Tagung erstmals von Paul-Michael Leißner, stellvertretender Bundesvorsitzender und kommissarischer Leiter des Arbeitsbereichs „Öffentlichkeitsarbeit“. Grundsätzlich war man sich einig, dass facebook als kostenloses Instrument der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden sollte, denn wir erreichen über die eigenen Mitglieder auch Außenstehende.

Die Zukunft des Verbandes hängt davon ab, ob die rückläufige Mitgliederentwicklung gestoppt werden kann. Deswegen sammelten die Mulitplikatoren Ideen zur Kommunikation der Empfehlung zur Mitgliedschaft bzw. zur Mitgliederwerbung. Im Mittelpunkt steht die Frage, was brauchen Gruppenbesucher, um sich zugehörig zu fühlen und sich mit dem Kreuzbund zu identifizieren? Wichtig sind hier die Gruppenleiter, sie haben eine Vorbildfunktion. Es gilt ein Gruppengefühl bzw. ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, so dass jeder Gruppenbesucher irgendwann Mitglied werden will. Die Multiplikatoren empfehlen in diesem Zusammenhang ein bis zweimal jährliche Weiterbildunsveranstaltungen bzw. Schulungen für Gruppenleiter. Außerdem sollten die Vorteile einer Mitgliedschaft immer wieder erklärt und betont werden, z.B. kostenloser Bezug des WEGGEFÄHRTE,Mitbestimmungs- und Wahlrecht sowie ermäßigte Beiträge für Seminare und Fortbildungsveranstaltungen.

Das Thema Fundraising stand als nächstes auf der Tagesordnung der Multiplikatoren. Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, informierte in einem Grundsatz-Vortrag über Instrumente des Fundraising, den deutschen Spendenmarkt und den typischen Spender. (Interessierte können die Power-Point-Präsentation in der Bundesgeschäftsstelle bestellen unter Tel. 02381 / 6 72 72-23 oder per Mail ahmann@kreuzbund.de.)

In der anschließenden Diskussion stellte sich heraus, dass einige Diözesanverbände bereits Erfahrungen mit Sach- und Geldspenden haben. So hat z.B. der DV Fulda für sein 100-jähriges Jubiläum Sachspenden von Getränkeherstellern bekommen. Im DV Berlin sind bei Todesfällen von Kreuzbund-Mitgliedern statt Kränzen Spenden für den Kreuzbund gesammelt worden. Dieses Verfahren ist auch bei runden Geburtstagen möglich. Der DV Erfurt hat in einem Zeitraum von zwei Wochen rund 3.000 € an Bußgeldern eingenommen. Die Gerichte und Staatsanwaltschaften verfahren allerdings unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern. Grundsätzlich sollte die Zugehörigkeit des Kreuzbundes zum Caritasverband erwähnt werden, da die Caritas eine bekannte und seriöse spendensammelnde Organisation ist. Auch die Geistlichen Beiräte können Unterstützung leisten, indem sie den Kreuzbund in den Kirchengemeinden bekannt machen und so Kollekten in den Messen initiieren. Außerdem könnte der Stiftungszweck von Bürgerstiftungen recherchiert werden.

Das Fazit der Multiplikatoren: Es ist schwierig, Spenden für eine Organisation in der Suchthilfe zu sammeln, da das Thema überwiegend negativ besetzt ist. Als potenzielle Spender kommen vor allem Menschen in Frage, die bereits einen Bezug zum Thema Sucht haben. „Türöffner“ sind hier persönliche Beziehungen.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit 

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