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Vor der Kamera und am Mikrofon

Neuer Schwung für die Öffentlichkeitsarbeit

Nach zwei digitalen Veranstaltungen im Februar und Juli 2021 konnten sich die Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit vom 22. bis 24. Oktober 2021 endlich wieder in Präsenz treffen, und zwar im Roncalli-Haus in Magdeburg.

Auf Wunsch der Multiplikatoren stand am Freitagabend Bundesgeschäftsführer Heinz-Josef Janßen für Fragen zur Verfügung. Er stellte zunächst die Planungen des Bundesverbandes zur Digitalisierung vor, darunter v. a. die Erneuerung der Internetseite. Sie soll sich stärker an die Zielgruppe der hilfesuchenden suchtbetroffenen Menschen richten. Sie sollen in einfacher und verständlicher Sprache über Suchterkrankungen, die Arbeitsweise von Sucht-Selbsthilfegruppen und weiterführende Anlaufstellen und Hilfemöglichkeiten informiert werden.

Die Internetseite ist das „Herz der Information“. In diesem Zusammenhang dienen Social Media wie Facebook und Instagram vorrangig dazu, Besucher*innen auf unsere Internetseite zu holen. Hier sollte die Initiative vom Bundesverband ausgehen und dort gebündelt werden.

Im anschließenden Erfahrungsaustausch berichteten fast alle Multiplikatoren von  Mitglieder-Verlusten in ihren Diözesanverbänden. Auch klagten sie darüber, dass es immer schwieriger werde, Gruppenmitglieder für Aktivitäten zu motivieren und ehrenamtliche Positionen zu besetzen.

Dann wurde der neue Selbsthilfe-Film, erstellt von Peter Kirianczyk (Kamera / Schnitt) und Gunhild Ahmann (Konzeption / Redaktion), erstmalig in größerem Kreis präsentiert. Er ist inzwischen auf der Startseite unserer Homepage abrufbar.  Um die Vielfalt der Selbsthilfe abzubilden, fasst der Film folgende Einzelszenen in dreieinhalb Minuten zusammen: Einblick in die Gruppenarbeit, Eindrücke von der Bundesdelegiertenversammlung und von den Wanderexerzitien. Wegen der Corona-Pandemie sind einige ursprünglich eingeplante Szenen leider ausgefallen, z.B vom. alkoholfreien Open-Air-Festival in Düsseldorf.  

Im Rahmen der Dreharbeiten für den neuen Selbsthilfe-Film sind außerdem rund 20 kurze Videospots (30 – 60 Sek.) entstanden, die ebenfalls auf unserer Internetseite und in unserem YouTube-Kanal sichtbar sind. In den Spots antworten Gruppenmitglieder und Funktionstragende auf unterschiedliche Fragen zu ihrer Sucht, zur Gruppenarbeit, zum Verband und zu ihrem Engagement im Kreuzbund. Es ist geplant, fortlaufend neue Spots zu produzieren. 

Zielgruppe der Spots sind Hilfesuchende, Angehörige und Interessierte. Die Spots sollen Neugier wecken und dazu anregen, sich weitere Informationen zu beschaffen. Sie wirken authentisch, offen und ehrlich. Obwohl die Fragen zum Teil ähnlich sind, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus, denn die befragten Menschen gehen auf ihre eigene Art mit ihrer Sucht oder der Sucht ihres Partners um. Trotzdem ist eine einheitliche Linie erkennbar.

Auf der Tagung wurden am Samstag weitere Spots von den Beauftragten aufgenommen.  Die gesammelten Original-Töne können auch für Podcasts, also Audiobeiträge, verwendet werden. Die Podcasts sollen wie normale Hörfunkbeiträge gestaltet werden, ein ausgewähltes Thema auf den Punkt bringen und nicht länger als drei Minuten sein.  

Am Sonntagmorgen stand zum Abschluss der Tagung eine Rhetorik-Übung auf dem Programm. Alle Teilnehmenden wurden gebeten, zu einem Thema ihrer Wahl eine ca. fünfminütige Rede vorzubereiten und zu präsentieren. Anschließend gab es ein kurzes wohlwollendes Feedback aus der Runde.

Das nächste Treffen der Multiplikatoren für Öffentlichkeitsarbeit läuft wieder digital, und zwar im Februar oder März 2022. Vom 28. bis 30. Oktober 2022 begegnen wir uns dann wieder „face to face“, und zwar in Hildesheim.

Gunhild Ahmann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

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