Fragen und Antworten
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Verläuft eine Sucht bei Frauen und Männern unterschiedlich?
Ja, bei Frauen schreitet die Abhängigkeit oft schneller voran (sogenannter Teleskop-Effekt) und ist versteckter. Frauen sind häufig stärker von sozialen Stigmatisierungen betroffen, besonders wenn sie Mütter sind, was ein weiterer Grund für eher versteckte Konsumformen ist. Zudem leiden sie häufiger unter körperlichen und psychischen Folgeschäden. Die körperliche Konstitution von Frauen begünstigt körperliche Folgeschäden. Frauen leiden häufiger unter komorbiden Störungen wie Depressionen und Angsterkrankungen. Sie sind gefährdet, im Rahmen von Suchtmittelkonsum sexuellen Übergriffen ausgesetzt zu sein, was weitere psychische Folgen verursacht.
Der Konsum von Suchtmitteln, insbesondere von Alkohol, passt zum gesellschaftlichen Bild vom „Mann sein“ und wird zunächst gesellschaftlich positiv bewertet. Das führt dazu, dass Männer oftmals erst später, wenn die körperlichen und sozialen Folgen nicht mehr zu übersehen sind, ein Problembewusstsein für ihren Konsum entwickeln. Zudem zeigen Männer häufiges riskantes Verhalten in Zusammenhang mit Suchtmitteln und haben ein höheres Unfallrisiko unter Einfluss von Suchtmitteln.